Winterliche Dorfromantik

Glück ist,
sich auf traumhafte Urlaubstage
zu freuen

Neuigkeiten vom Alpglück
am 11.04.2022 von Patricia Lipp

Wilde Kräuter - Meisterwurz

Entdeckt im April im Alpglück-Steingarten: Der "Ginseng der Alpen" - die MEISTERWURZ

Auf Höhen zwischen 1500 m und 2000 m ist die BERGWURZ, wie man sie bei uns im Alpenraum auch nennt daheim.
Kein Wunder also, dass diese Allgäuer Wildpflanze, die zu den Doldengewächsen gehört, schon Anfang April ganz selbstbewußt ihre glänzenden dreigeteilten Blätter wie eine halb geöffnete Hand neben Schneeresten nach oben streckt.

Unsere Alphirten trugen früher getrocknete Wurzelscheiben wie ein Amulett aufgefädelt um den Hals. Da sie ja bei allen Witterungsverhältnissen nach dem ihnen anvertrauten Vieh schauen mussten, konnten sie so bei den geringsten Anzeichen einer Erkältung eine Wurzelscheibe ausbrechen und gleich zwischen Zähne und Backentasche schieben. Die Wurzelscheiben geben ätherische Öle und Bitterstoffe an die Mundschleimhaut ab, die antibakteriell und antiviral wirken. Schon Paracelsus empfahl damals diese Anwendungsart vor der gefährlichen Ansteckung mit der Pest ... und wir haben uns so gegen Corona gerüstet.

Um unserer Nahrung wieder mehr gesunde Bitterstoffe zuzuführen, die ja für unsere Verdauungssystem so wichtig sind, kann man die Wurzeln auch trocknen, pulverisieren und mit hochwertigem Salz vermischen. Oder ihr gebt einfach ein paar frische Blättchen kleingehackt als Streukräuter vor dem servieren über Salate, Gemüse, Soßen, Soßen oder einen Dip, wie bei uns im Alpglück-Frühstückskorb.

Damit ihr bei einer anstrengenden Berg- oder Radtour nicht aus der Puste kommt, reichen bereits 1-2 Tropfen der Meisterwurz-Urtinktur direkt auf die Zunge und ihr könnt wieder frei und tief durchatmen ... sozusagen ganz legale Doping-Tröpfchen, die eure Bronchien wieder öffnen.
Wenn ihr die Meisterwurz sicher in den Bergen erkennt, könnt ihr auch einfach ein frisches Blättchen während der Wanderung kauen. Es erfrischt total!

Solltet ihr euch beim Bergsporteln mal aufschürfen, könnt ihr die Blätter der Meisterwurz als Wundpflaster verwenden. Quetscht die Blätter kurz zusammen, damit die Blattadern etwas aufbrechen und legt sie dann auf. Sie wirken schmerz- und blutstillend und beugen einer Wundinfektion vor.

Das Räuchern mit Wurzeln oder Samen der Meisterwurz von Personen, Vieh, Haus und Hof ist im Allgäu immer noch sehr geläufig. Der intensiv aromatische, balsamische Rauch unterstützt die Abwehrkräfte und hat eine vitalisierende Wirkung auf Körper und Psyche.

Zu guter Letzt eignen sich frische Blätter oder Wurzelscheiben aber auch als geniales Zug-Mittel, wenn ihr euch einen Holzspreißl der evtl. auch schon eitert eingezogen habt. Einfach über Nacht auflegen und mit einem Pflaster fixieren.

Die Meisterwurz könnt ihr bei der Allgäuer Wildkräutergärtnerei Artemisia als Jungpflanze im Frühjahr erwerben. Sie liebt natürlich die Gesellschaft von Steinen und ungedüngtem Humus, am besten mit etwas Steinmehl gemischt.

Erntet aber Wurzelteile erst, wenn sie fingerdick und mehrfach gerillt sind und natürlich entweder im zeitigen Frühjahr oder im späten Herbst, wenn die Kraft der Pflanze wieder in der Wurzel ist.

am 11.04.2022 von Patricia Lipp

Die Alpglück Story –
das Chaletdorf mitten in Oberstdorf

Mit unseren Altholz-Chalets HOIBAR, JÄGAR, BEARGLAR, HOLZAR und SENNAR lassen wir die vielseitigen Tätigkeiten unserer Vorfahren in der alpinen Bergwelt wieder aufleben. Das kleine Chaletdorf verzaubert mit Luxus und traditionellem Hüttenfeeling

Davon haben wir lange geträumt – Ihnen, unseren Alpglück Gästen bald ein Erlebnis und einen Bergurlaub zu bieten, an den Sie sich noch lange erinnern werden.
Im Chaletdorf sollen Sie all Ihre Sorgen vergessen, den Alltag hinter sich lassen und ganz entspannt und glücklich Ihre Urlaubstage genießen.

So hatten wir uns die Sache vorgestellt... und wir können’s selbst kaum glauben – im August 2021 war es soweit und es öffneten sich die Türen..

Aus einem Bauernhof mit ein paar Sommerfrischlern wurde ein Chaletdorf mit allen Annehmlichkeiten ...

Fast hundert Jahre hat es gedauert bis zum heutigen ALPGLÜCK, aber wenn man sich die Menschen und treibenden Kräfte anschaut, die uns bis hierhin geführt haben, dann war es eigentlich abzusehen, dass irgendwann mal etwas ganz Besonderes entstehen würde…

Die Wurzeln unseres Alpglücks liegen in der Oberstdorfer Bergwelt und wir sind mit Herz und Seele Naturmenschen.

Das sehen Sie auch an den Namen, die wir den einzelnen Chalets gegeben haben.
Den alten Traditionen und Bräuchen entsprechend sind sie nach den Aufgaben und Tätigkeiten von damals benannt.

So waren unsere Vorfahren im Sommer in der Oberen Au zuhause und hüteten als „Bearglar“ das Vieh auf der Alpe. Als „Sennar“ kümmerten sie sich dort auch um die Milch- und Käseverarbeitung und als „Jägar“ gingen sie sogar mit dem Prinzregent Luitpold zur Pirsch.

Das „Hoibar“ spielt auf die ganze Familie an, die das Bergwiesen-Heu vom Traufberg noch mit der Sense schnitt. Das „Holzar“ steht bezeichnend für die Winterarbeit unserer Landwirtsfamilien in den Wäldern von Oberstdorf und Rubi.

Zurückblickend waren wir schon immer eine unternehmungslustige und aufgeschlossene Familie, die mit viel Schwung durchs Leben ging.

Schauen Sie sich nur meinen Opa Kaspar an. Auf seinem alten Kriegsmotorrad in der Spielmannsau war er mit seinen geliebten Geißen voll in seinem Element. So jemanden würde man heute wohl als „Ziegenflüsterer“ bezeichnen…

Kaspar’s Vater hat aus Kuh- und Geißenmilch Käse hergestellt. Und nicht nur irgendeinen Käse, sondern mit Milch von Tieren, die den ganzen Tag an frischen, gehaltvollen Bergkräutern knabberten. Soviel gutes Futter und Kaspar’s liebevolle Betreuung und das Ergebnis war ein wunderbar aromatischer Käse, der sich sehen lassen konnte.

Wir sind aber auch eine Familie mit Prinzipien. Nehmen Sie Ururgroßvater Max Schraudolf, Kaspar’s Opa (1843-1913).

Ihm war es sehr wichtig, dass man einen ehrlichen Umgang miteinander pflegte. Als er einmal übers Ohr gehauen wurde, verkündete er damals, dass er um sein Recht kämpfen werde. Sollte der „Geißen-Prozess“ einen glücklichen Ausgang finden, würde er zum Dank eine kleine Kapelle erbauen.
So entstand das kleine Gotteshaus, das auch heute noch viele Wanderer am Wegesrand in Richtung Kemptner Hütte erfreut. Die kleine Kapelle steht neben der Sennalpe im Trettachtal in Oberstdorf, falls Sie mal vorbeischauen möchten (unbedingt den Käse probieren!).

Seine Kinder, die Urgroßeltern waren es, die unsere ersten Sommerfrischler im Alpglück begrüßten. Hier kümmerte sich Ur-Oma Maria liebevoll um das Wohlergehen Ihrer Gäste. Dann übernahm ihr Sohn Kaspar und baute das Gästehaus aus, in dem nun 16 Gäste untergebracht und mit einem leckeren Frühstück verpflegt werden konnten.

1992 wurden meine Eltern Gastgeber und bauten die ersten Ferienwohnungen.
2012 übernahmen wir und nun erfüllen wir uns 2021 unseren Traum vom ersten Chaletdorf im Oberstdorfer Talkessel.

Unsere Chalets konnten rechtzeitig vor dem Wintereinbruch aufgestellt werden und dann ging's dran, innen alles so gemütlich und kuschelig ein- und herzurichten, dass Sie bereits beim Eintreten ein Lächeln auf Ihrem Gesicht haben und sich denken: „Das ist ja noch schöner als ich mir’s vorgestellt habe...“

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